Impressionen aus Tansania

Nachdem nun die ersten beiden Kapitel eher kritische Themen behandelten, sollen jetzt einmal ein paar positivere Impressionen aus Tansania im Vordergrund stehen. Was mir sehr aufgefallen ist, dass das Land sehr sauber ist. Das mag jetzt komisch klingen, denn an sich ist es recht staubig in Tansania, zumindest in der Trockenzeit. Trotzdem sah man immer wieder Menschen, die ihr Grundstück oder die Straße davor gefegt haben. Auch lag nicht so elend viel Müll rum, wie ich es schon in anderen Ländern leider sehen musste. Schön fand ich auch die bunten Gebäude. Leider hat nicht jeder Hausbesitzer das Geld, sein Haus (oder wie hier seine Tankstelle) so schön bunt zu streichen.

Tankstelle in Tansania

Da natürlich nur die wenigsten Einwohner ein eigenes Auto haben, nimmt man für längere Reisen den Bus. Ich habe sehr viele Kleinbusse gesehen. In Deutschland passen in solche Kleinbusse vielleicht 7 oder 8 Leute rein, in Tansania rund 15. Viele Busse waren sehr schön bunt bemalt und manche hatten auf der Frontscheibe teils christlich klingende Phantasienamen.

Bus in Tansania

Viele Menschen sind natürlich auch gelaufen. So war an den Straßen selbst weit außerhalb von Ortschaften eigentlich immer ein Mensch zu sehen. Auch hat man immer wieder kleine Ziegen- oder Kuhherden gesehen, die von einsamen Hirten übers Land begleitet wurden. Sehr populär scheint auch das Fahrrad zu sein. Die Fahrradfahrer waren nicht nur auf den Straßen unterwegs, sondern fuhren manchmal auch quer über Felder. Meist waren die Fahrräder, ihre Fahrer oder beide ordentlich beladen, zum Beispiel mit Trinkwasserkanistern.

Fahrrad ist ein wichtiges Fortbewegungsmittel in Tansania

Allgemein hatte ich das Gefühl, dass das Leben in Tansania an der Straße spielt und nicht so sehr in den eigenen Häusern. So gab es sehr viele kleine Manufakturen am Straßenrand, die ihre Ware direkt an der Straße ausgestellt haben. So konnte es durchaus passieren, dass direkt am Straßenrand mal eine Couch oder wie hier gezeigt Stühle standen.

Stühle am Straßenrand in Tansania

Das Ausstellen der eigenen Waren am Straßenrand nimmt natürlich auch teils etwas bizarre Formen an, so zum Beispiel, wenn man an einem Sargschreiner vorbei fährt.

neue Särge am Straßenrand in Tansania

Natürlich gab es auch Wochenmärkte in Tansania. Dort konnte man sehr viel schönes Obst und exotische Früchte finden. Auch in diesem Fall gab es keine eigentlichen Stände, sondern die Früchte wurden direkt ausgelegt, wie man unten sieht. Daneben gab es auch ein paar kleinere Läden, in denen man scheinbar andere Lebensmittel oder Snacks kaufen konnte. Da wir aber durch unsere Reise mit Vollpension versorgt waren, gab es leider keinen Grund das reichhaltige Angebot wahrzunehmen.

Markt in Tansania